Putzaktion Stadthäger Stolpersteine

Der Förderverein reinigt die Stolpersteine

Die 55 in Stadthagen verlegten Stolpersteine, die an geflohene und ermordete jüdische Stadthägerinnen und Stadthäger erinnern, werden im Lauf eines Jahres durch Witterungseinflüsse und Verkehr immer wieder unansehnlich grau und schwer lesbar.

Am 1. September, dem Antikriegstag, soll deshalb wieder eine gemeinsame Putzaktion durch die Vereinsmitglieder und Interessierte stattfinden. Wir treffen uns am 1.9. um 17 Uhr am Marktbrunnen / Marktplatz.

Putzmittel und eine Anleitung zur Reinigung stellen wir zur Verfügung. Es wäre allerdings schön, wenn Sie eine Flasche Wasser, einen Küchenschwamm und ein paar Lappen zum Reinigen und Polieren mitbringen könnten.

Für Rückfragen oder eine Kontaktaufnahme schreiben Sie bitte eine email an: vorsitz-vertreter2@stadthagen-synagoge.de

Wir dokumentieren: Berichterstattung der SCHAUMBURGER NACHRICHTEN

Schaumburger Nachrichten / 02.09.2025:

Antikriegstag: Stolpersteine in der Stadt gereinigt
Förderverein setzt sich gegen das Vergessen ein

STADTHAGEN. Den diesjährigen Antikriegstag am 1. September hat der Förderverein Alte Synagoge zum Anlass genommen, die in der Stadt verlegten 55 Stolpersteine zu reinigen. Mit Polierpaste, Schwämmen und Wasser ausgestattet machten sich Vereinsmitglieder und Schüler der IGS daran, die kleinen Messingquader wieder sichtbar glänzen zu lassen.

Die Stolpersteine, verlegt von Künstler Gunter Dem-nig, erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, an Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie an die zahlreichen Opfer der sogenannten „Euthanasie“-Verbrechen. Sie alle wurden während der nationalsozialistischen Diktatur verschleppt und ermordet.

Der Antikriegstag geht auf den 1. September 1939 zurück, den Tag, an dem die deutsche Wehrmacht mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg begann. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief ihn 1966 ins Leben, um an die Schrecken von Krieg und Faschismus zu erinnern und für Frieden und Demokratie einzutreten. Mit der Aktion setzt der Förderverein Alte Synagoge ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen – und dafür, dass die Namen der Opfer weiterhin im Stadtbild präsent bleiben.

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