Die Geschichte einer Thora-Rolle
Die Präsentation des Dokumentarfilmes in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Lauenau und im Beisein von Mitgliedern der Familie Hammerschlag.

Zur Vorgeschichte:
Die Familien Hammerschlag waren ca. 250 Jahre in Lauenau ansässig (es gibt nur 2 weitere Familien, die ebenso lange in Lauenau nachweisbar sind). 1843 wurde in Lauenau eine eigene Synagogengemeinde gegründet. In dem Antrag dazu ist die älteste Erwähnung der Familien-Thorarolle nachweisbar. Diese Thorarolle hat 1939 Adolf Hammerschlag, der Großvater von Lennard Hammerschlag, bei seiner Ausreise aus Lauenau mitgenommen. Seitdem wurde diese Thora in der Familie aufbewahrt.
Im Juli 2018 kamen Lennard und Mark Hammerschlag zum ersten mal nach Lauenau und brachten damals diese Thorarolle mit zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Der letzte Synagogenraum in Lauenau ist heute ein Raum der Griechischen Gaststätte Akropolis in Lauenau. Der Moment, in dem 2018 diese Thora zurückgetragen wurde in diesen Raum, war damals sehr emotional.
Die Reise dieser Thorarolle wurde im Juli 2018 im Auftrag des Sarah & Sam Schoffer Institut gefilmt. Daraus wurde nach 8 Jahren nun endlich ein 25 Min. Film in englischer Sprache zusammengestellt, der zukünftig in den USA im Holocaust-Unterricht verwendet werden soll. Ähnliches ist schon für Südafrika geplant.
Diese Thorarolle war in den letzten 5 Jahren in einem kleinen Museum hinter der Synagoge in Ventnor ausgestellt. Der dortige Rabbiner hat Lennard aber überzeugt, daß man diese Thora wieder weihen sollte, damit sie als besonderes Zeitzeugnis wieder in der Synagoge eingesetzt werden kann. Das ist am 30.08.2026 dort feierlich vollzogen worden.
Der Film selbst wird z.Zt. noch mit deutschen Untertiteln beschriftet, weil er ja komplett in englischer Sprache ist.
Heimatverein Lauenau / Jürgen Schröder