"Dann eben Plan B: Moskauer Kindheit in den 1980ern"
Katia Tangian schildert den Alltag in der UdSSR der 1980er-Jahre durch die Augen einer Zehnjährigen. Die Sommerferien verbringt sie mit der Familie in einem Schriftstellerdorf bei Moskau. Alle ihre Datscha-Nachbarn sind Schriftsteller, nur die Kinder nicht, denn zum Schreiben haben sie gar keine Zeit: Ständig muss jemand versteckt, verfolgt oder gerettet werden. In Moskau geht dann das wilde Treiben weiter, im Schnee, im Innenhof, in überhitzten Wohnungen.
Momenthaft dringt die Realität des Sowjetstaats in das Leben der Kinder ein: Ein im Krieg versehrter Autor schreibt mit amputierten Unterarmen Kinderbücher, der kleine Viktor will später Militärarzt werden, Ljoschka und Fedja spielen „Russen gegen Nazis", man hangelt sich vom „Kleinen Oktobristen“ zum „Komsomolzen“ durch die Wirren der Schulzeit – und all das unter dem wachsamen Blick der allgegenwärtigen Milizionäre.
Dann eben Plan B zeigt, wie die Kinder unter dem Damoklesschwert des Sowjetstaates Abenteuer suchen und finden, und wie sie die Regeln der Eltern und der Gesellschaft kreativ unterlaufen. Ein Buch, das unbekümmert wirkt und doch Linien bis in die heutige Zeit zieht.
Zur Autorin
Katia Tangian ist promovierte Kunsthistorikerin und unterrichtet Kunst am Ratsgymnasium Stadthagen. 1975 in Moskau geboren, schreibt und dichtet sie, seitdem sie schreiben kann. Seit 2000 erscheinen ihre Texte in Literaturzeitschriften, Anthologien und als Monographien.
Buchdetails
"Dann eben Plan B: Moskauer Kindheit in den 1980ern"
Verlag: mikrotext
200 Seiten / Hardcover / 24 EUR
ISBN 978-3-948631-72-7
E-Book: 13,99 EUR
ISBN 978-3-948631-71-0
Online erhältlich bei:
jpc: https://www.jpc.de/jpcng/books/detail/-/art/katia-tangian-dann-eben-plan-b/hnum/12699324
