ZweitZeuge OPA WAR EIN NAZI
Wie kann ein Holocaust-Überlebender einer Enkelin eines Nazi-Täters gegenübertreten?
In „ZweitZeuge“ beschreiten Jean Vaislic und Ilka Vierkant den schmerzhaften Weg dieser Konfrontation. Beide leben im Gebot des Schweigens – aus unterschiedlichen Gründen. Die Enkelin begibt sich in den Prozess der Entdeckung der verborgenen Geschichten im Herzen der eigenen Familie. Opa Werner war Reichsbahndirektor für die Ostgebiete. Jean Vaislic der u. a. Auschwitz überlebt hat, musste als KZ-Insasse in Auschwitz-Birkenau Gleise verlegen, die Opa geplant haben könnte. Die Begegnung mit Jean in Toulouse wird für die Schauspielerin, die viele Jahre mit FAMILIE FLÖZ durch Europa getourt ist, zum Anstoß einen poetischen Figurentheater-Abend gegen das Vergessen zu entwickeln. Inspiriert von den Worten von Jean Vaislic: „Wenn ich einem schlechten Gedanken nachgebe, existiere ich nicht mehr. Wenn mich also ein schlechter Gedanke überkommt, denke ich an Blumen.“
Anfangs hatte das Projekt seine Ursprünge in der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands, aber allgemeiner spricht es von allen Henkern und Opfern von Ländern, die von Diktaturen, Faschismus oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit betroffen sind. Es stellt uns auch die Frage unsere Verantwortung gegenüber den Kindern von heute und morgen. (Ilka Vierkant)
20. April 2026 | 19 Uhr
FAUST THEATER E.V. // faust-theater.de
Öffentliche Aufführung in Bückeburg,
Gymnasium Adolfinum Weg zum Adolfinum
Eintritt: 16 | 10 | 5 Euro
Vorverkauf: Tourist-Info Bückeburg, auf www.faust-theater.de und an der Abendkasse
Regie: Michael Vogel. Zeitzeugen Interview mit Jean Vaislic gefilmt von Francis Fourcou.
Ab 13 Jahren – 1 Stunde mit ca. 1 Std. Publikumsgespräch
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