Was gibt es Neues?

Die Tradition der Studienreisen nach Auschwitz ist nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr erstmalig wieder aufgenommen worden. Die SCHAUMBURGER NACHRICHTEN berichten.

Am Freitagabend - am 22.10. - kam eine erschöpfte aber sehr zufriedene Reisegruppe auf dem Stadthäger Bahnhof an. Nach einer acht-tägigen Reise nach Wroclaw und Niederschlesien blickten alle auf ein reichhaltiges und sehr interessantes Reiseprogramm zurück. Insbesondere an einer Stadt wie Wroclaw wird die schwierige deutsch-polnische Geschichte deutlich. Die unterschiedlichen und immer wieder auch politisch genutzten Traditionstränge standen und stehen auch heute oft nebeneinander - aber auch nicht mehr so krass gegeneinander. Gerade auch die Wende von 1990 hat neue Perspektiven und Sicherheiten in das deutsch-polnische Verhältnis gebracht. Die Grenzen Polens sind gesichert und unter dem Dach der EU ist nicht nur ein friedliches Miteinander möglich, sondern es können Zukunftsperspektiven wachsen.

Am Montag, den 11. Oktober hat die Stadt Stadthagen unserm Vorsitzenden, Andreas Kraus, die Stadtmedaille verliehen. In einem kleinen (!) Festakt wurde Andreas Kraus die Urkunde übergeben.

Leider konnten wegen der Pandemie Mitglieder und Freunde des Vereines nicht dabeisein. Hier können wir nur ein paar Fotos und die Urkunde der Öffentlichkeit vorstellen. Wir freuen uns mit und für Andreas Kraus und danken ihm für sein Engagement für unsern Verein und die Stadt,

„Die Kinder dürfen keinen Mucks von sich geben“, liest Ronen Steinke. In der Passage aus seinem Buch „Terror gegen Juden“ geht es um den Alltag an jüdischen Schulen. „Kein Mucks!“ Das ist die Parole, wenn das Verhalten bei einem Terrorangriff geübt wird.

Friedrich Lenz, der Vorsitzende der GEW Schaumburg, hatte den an der Bucerius Law School in Hamburg ausgebildeten Juristen, der sich nicht nur durch seine Artikel in der Süddeutschen Zeitung als Journalist einen Namen gemacht hat, ins Ratsgymnasium eingeladen, unterstützt von der Alten Polizei, der Volkshochschule und dem Förderverein ehemalige Synagoge.

 

STADTHAGEN (em). Die Bundestagsabgeordneten Katja Keul, Bündnis 90/Die Grünen, war auf Einladung des Fördervereins ehemalige Synagoge zu Gast in der ehemaligen Synagoge Stadthagen. Die Historie des Gebäudes stand zu Anfang des Besuchs im Mittelpunkt. In der liebevoll restaurierten ehemaligen Synagoge referiert der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Jürgen Lingner, über das damalige jüdische Leben in Schaumburg und Stadthagen und wie es im Laufe des Nationalsozialismus nach und nach vernichtet wurde.Dabei betonte er, dass die Synagoge nur erhalten geblieben sei, da Nachbarn das am 11. November 1938 in Brand gesteckte Bauwerk aus Sorge um die eigenen Häuser löschten.

Ein spontaner Neueintritt am Tag der Mitgliederversammlung, Berichte von besonderen Vereinsaktivitäten mit jungen Leuten und eine sehr schöne Nachricht vom Immobilienmarkt – vitaler als der Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen kann sich eine Organisation kaum präsentieren. Die zu erwartende gute Beteiligung hatte den Vorstand um Andreas Kraus dazu veranlasst, in die St. Martini einzuladen.

Einmal im Jahr werden die Stolpersteine geputzt - am 1. September

Jedes Jahr am 1. September werden in einer abgesprochenen Aktion von Mitgliedern des Fördervereins Ehemalige Synagoge die Stolpersteine in Stadthagen gereinigt.

Im Folgenden geben wir den Bericht der SCHAUMBURGER NACHRICHTEN vom 03.09.2021 zu dieser Aktion hier wieder.

Unser Vorstandsmitglied Marina Jalowaja erhielt für ihr Engagement den Blickwechsel-Preis. Wir gratulieren ihr sehr herzlich und freuen uns über diese Würdigung ihrer Arbeit.

Im Folgenden geben wir den sehr informativen Bericht der SCHAUMBURGER NACHRICHTEN vom 01.09.2021 hier wieder.

Gemeinsames Theaterprojekt von Ratsgymnasium und polnischer Partnerschule nimmt weiter Formen an

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres verknüpft man in Slupca am Lyceum und in Stadthagen am Ratgsgymnasium die Hoffnung, mit einem neuen gemeinsamen Theaterprojekt zu starten. Zur Einstimmung auf die Arbeit in Polen an dem Stück „Przystanek lzbica - Haltestelle lzbica‟ trafen sich Ewa Bacia und Volkmar Heuer-Strathmann im Regionalmuseum in Slupca mit der Leiterin Beata Czerniak und der Theaterpädagogin Marzena Wojtkowiak.

Andrzey Stencel ist tot – Ein verlässlicher langjähriger Partner aus der deutsch-polnischen Partnerschaft des Ratsgymnasiums Stadthagen mit Schulen in Slubca ist gestorben. Nach kurzer schwerer Krankheit starb Andrzey in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni kurz vor seinem 72. Geburtstag. Aus den 80ziger Jahren stammt der erste Kontakt und aus dieser Begegnung rsultierte ein intensiver Austausch und eine Vielzahl an Veranstaltungen und Begegnungen zwischen Schüler_innen und Lehrkäften. Der noch immer sehr aktive Austausch zwischen dem Ratsgymnasium Stadthagen und Schulen in Slubca wäre ohne Andrzey nicht möglich gewesen.

 

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