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Deutschlehrkräfte fordern obligatorische Einbindung der Holocaustliteratur in die Curricula

Im Dezember 2022 hat sich der FACHVERBAND DEUTSCH IM DEUTSCHEN GERMANISTENVERBAND (DGV) E. V.
in einer "Paderborner Erklärung" zum Stellenwert und zur Einbeziehung von "Holocaustliteratur" in den "Kerncurricula und Lehrplänen für das Fach Deutsch in allen Schulformen" geäußert.

Der Fachverband DEUTSCH meint, dass "eine Beschäftigung mit dem Holocaust zukünftig breiter und anders aufgestellt werden" muss. Das "„Ende der Zeitzeugenschaft“, das Sterben der Überlebenden des Holocaust" mache es "erforderlich, die Beschäftigung mit fiktionalen und faktualen Zeugnissen sowie neuen medialen Formen der Erinnerung verbindlich im schulischen Bildungsplan, vor allem auch für das Kernfach Deutsch" zu verankern.

Das Ergebnis seiner Beratungen fasst der Fachverband so zusammen:

"Die Auswahl an Texten und weiteren Medien sollte multiperspektivische Zugänge eröffnen, wobei fiktionale (epische, dramatische sowie lyrische) und ‚authentische‘ Holocaustliteratur einzubeziehen sind. Daneben ist an Comics, Graphic Novels, Filme und digitale Angebote zu denken; zudem sollte die Beschäftigung mit „Zeitzeugen-Interviews“ (gerade in ihrer digitalen Form) im Deutschunterricht endlich gestärkt werden. Ein zentrales Ziel der Auseinandersetzung mit Holocaustliteratur muss es sein, einen reflektierten Umgang mit Erinnerung im Allgemeinen und mit der Dichotomie von Fakten und Fiktionen im Besonderen zu schulen."

Wir dokumentieren hier - zum DOWNLOAD - die Erklärung des Fachverbandes DEUTSCH vom19.12.2022.

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