Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Rautenberg-Foundation, Landkreis Schaumburg und Förderverein ehem. Synagoge Stadthagen e.V.
... und Verleihung des Westfalen-Weser-Kulturpreises für die Musiktheaterprojektarbeit mit Polen
Wir dokumentieren hier die öffentliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Rautenberg-Foundation, Landkreis Schaumburg und Förderverein ehem. Synagoge Stadthagen e.V. Sie finden hier den Ablauf und - soweit verfügbar - die Wortbeiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Dazu haben wir eine Reihe von Bildern und Texten zusammengestellt.
Mit Bildung gegen Hass
Bildungsreferentin eingeführt und Kooperationsvereinbarung unterzeichnet
Am 20. August konnte der Vorsitzende des Fördervereins Ehemalige Synagoge Stadthagen e.V. einen besonderen Kreis von Unterstützern der Arbeit des Vereins in der Ehemaligen Synagoge Stadthagen begrüßen. Das Thema dieser Veranstaltung war, die Arbeit des Vereins mit einer vollen Bildungsreferentinnenstelle auszuweiten und auf eine langfristig sichere Grundlage zu stellen.
Zu diesem Anlass waren Tom Corby (Präsident der Rautenberg Foundation / Los Angeles), Landrat Jörg Farr (Landkreis Schaumburg), Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf (Landeskirche Schaumburg-Lippe) und Marina Jalowaja (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Schaumburg) gekommen. Außerdem waren Verteter/innen einiger Parteien, von Bildungs- und Kultureinrichtungen in Schaumburg und Mitglieder des Fördervereins anwesend.
Die Wortbeiträge des Zusammentreffens wurden fast vollständig in Englisch vorgetragen und auch auf Englisch durch die zweite stellvertretende Vorsitzende, Kathrin Weißbarth, moderiert.
Andreas Kraus, der Vorsitzende des Fördervereins, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass es „auch hier an(-fing), bei uns in Stadthagen und in ganz Schaumburg: die antisemitische Hetze, die Ausgrenzung, die Entrechtung, schließlich die Deportationen an die Orte der Vernichtung“. Und: „Was bleibt von der Vergangenheit, die nicht vergehen darf? Zunächst und als wichtigstes: die Erinnerung an die Ermordeten und Verfolgten. Das ist das mindeste, was wir ihnen schuldig sind. Dann aber auch eine Analyse der Mitläufer und der Täter, ihrer Motive, ihres Verhaltens und der Tathergänge“. „Und darum sind wir heute hier: Wir wollen gemeinsam für Schaumburg mit den zivilen und humanitären Mitteln der Bildung Sorge tragen, dass der Hass keine Chance mehr hat, dass Freiheit und Demokratie erhalten bleiben und sich weiter entwickeln können. Das ist das Vermächtnis von Erwin Rautenberg und die Aufgabe der Rautenberg-Foundation, das ist die Aufgabe des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen und natürlich auch des Landkreises in dem wir leben.“
Tom Corby bekräftigte in seinem Grußwort den Wunsch, dass die Ehemalige Synagoge ein Ort des Erinnerns und der Arbeit gegen Antisemitismus und Hass sein möge. Er sieht darin ein Vermächtnis, das auf Erwin Rautenberg zurückgeht, der als einziges Mitglied seiner Familie durch die Flucht nach Argentinien den Holocaust überlebte, und dessen Stiftung, die Rautenberg Foundation, heute der Hauptsponsor für Projekte des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen ist..
Landrat Jörg Farr betonte aus der Sicht des Landkreises die Entscheidung für eine gemeinsame Förderung einer Bildungsrefentinnenstelle in der Ehemaligen Synagoge Stadthagen und verweist dabei auch auf die Präambel der Vereinbarung. Dort heißt es unter anderem: „Die Kooperationspartner sind sich darin einig, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte des verbrecherischen nationalsozialistischen Regimes, insbesondere auch mit ihren lokalen und regionalen Auswirkungen, eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe darstellt.“ Und weiter: „Zugleich soll die Bildungsarbeit einen aktiven Beitrag zur Prävention von Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und anderen Ideologien der Menschenfeindlichkeit leisten. Durch Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden demokratische Werte, die Achtung der Menschenwürde sowie ein respektvolles und solidarisches Miteinander gestärkt.“
Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf (Landeskirche Schaumburg-Lippe) und Marina Jalowaja (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Schaumburg) greifen die Beiträge ihrer Vorredner auf und beleuchten die Rolle der Religionsgemeinschaften für die Überwindung von Hass und Diskriminierung in unserer Gesellschaft.
Für die Bildungsreferentinnenstelle ist in einem umfangreichen Bewerbungsverfahren Dr. Lena Sebening ausgewählt worden. Lena Sebening hat schon zwei Jahre auf einer LEADER-EU-geförderten Stelle für den Verein gearbeitet. Sie berichtete über ihre Arbeit und die weitere Entwicklung in ihrem zukünftigen Arbeitsbereich. Besonders hebt sie die Absicht und Notwendigkeit hervor, weitere Schulen aus dem ganzen Landkreis in die Arbeit am historischen Ort einzubinden. Dr. Klaus Reinartz-Franke, stellvertretender Vorsitzende des Fördervereins, begrüßte Lena Sebening im Namen des Vorstandes mit einem Blumenstrauß in ihrem neuen Arbeitsfeld und wünscht ihr alles Gute.
Im Anschluss unterzeichneten Tom Corby für die Rautenberg Foundation / Los Angeles, Landrat Jörg Farr für den Landkreis Schaumburg und Andreas Kraus für den Förderverein Ehemalige Synagoge Stadthagen die Kooperationsvereinbarung über die Förderung einer Bildungsreferentinnenstelle in der Ehemalige Synagoge Stadthagen.
Dies Treffen findet seinen Abschluss mit einer Würdigung eines der Projekte, die von der Ehemalige Synagoge Stadthagen kontinuierlich begleitet wird. Es geht um das deutsch-polnische Musik/Theaterprojekt zwischen dem Ratsgymnasium Stadthagen und dem Lyzeum in Slupca (bei Poznan). Patrick Miles überreicht den Westfalen-Weser-Kulturpreis 2026 stellvertretend für die Schüler/innen und Lehrer/innen an Bürgermeister Oliver Theiß (Stadthagen) und Andreas Kraus (Ehemalige Synagoge Stadthagen). Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro wird für die Finanzierung des Projektes eingesetzt.
Die Preisverleihung und Vertragsunterzeichnung schlossen mit einem Musikstück aus dem Musik/Theaterprojekt, aufgeführt durch Dietmar Post, ab.
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Presse:
Presserklärung Ehemalige Synagoge Stadthagen: Link zum DOWNLOAD
Berichterstattung SCHAUMBURGER WOCHENBLATT 29.08.2026: Link zum DOWNLOAD
Berichterstattung SCHAUMBURGER NACHRICHTEN zum WW_Kulturpreis 26.08.2026: Link zum DOWNLOAD
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Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Andreas Kraus (Förderverein Ehemalige Synagoge Stadthagen e.V.)
Sie können die Begrüßung hier im Text nachlesen: Link zum DOWNLOAD
Grußwort Tom Corby / Präsident der Rautenberg-Foundation Los Angeles
Grußwort Landrat Jörg Farr / Landkreis Schaumburg
Grußworte als freies Gespräch / Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf und Marina Jalowaja, Jüdische Gemeinde Schaumburg
Dr. Lena Sebening: Bildungsarbeit in der Ehemaligen Synagoge Stadthagen
Sie können den Beitrag von Lena Sebening hier im Text nachlesen: Link zum DOWNLOAD
Dr. Klaus Reinartz-Franke begrüßt Lena Sebening als neue Mitarbeiterin im Verein
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Rautenberg-Foundation, dem Landkreis Schaumburg und dem Förderverein ehem. Synagoge Stadthagen e.V. (durch den Landrat Herrn Farr, den Geschäftsführer der Stiftung Herrn Corby und den Vorsitzenden des Fördervereins Herrn Kraus)
Simon Chlouba: Vorstellung des deutsch-polnischen Musik/Theaterprojektes
Die nächste Aufführung ist am 18. September 2026 in der Aula des Ratsgymnasium Stadthagen.
Patrick Miles: Preisverleihung des Westfalen-Weser-Kulturpreises für die Musiktheaterprojektarbeit mit Polen
Die Berichterstattung der SCHAUMBURGER NACHRICHTEN: Link zum DOWNLOAD
Ein Gitarrenstück zum Abschluß: Dietmar Post an der Gitarre