„Wir haben alle ein Herz“ – 5 Minuten für 6 Millionen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag
Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Stadthagen gestalten das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Alle Schulen Stadthagens sind beteiligt und die Aula des Ratsgymnasiums ist voll besetzt.
Hier finden Sie einige Bilder und Texte zu diesem Tag.
„Wir haben alle ein Herz“ – 5 Minuten für 6 Millionen
Zum 81. Mal jährte sich am 27.01.2026 die Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz. Der Tag ist in Deutschland seit 1996 und international seit 2005 ein Gedenktag, an dem Regierungen vieler Länder an die Opfer erinnern.
In Stadthagen übernehmen junge Menschen diese Aufgabe und zeigen damit, dass sie um ihre Verantwortung für die Zukunft wissen. Unter dem Motto 5 Minuten für 6 Millionen setzen sich Schüler*innen der weiterführenden Schulen Stadthagens mit den Geschichten der Opfer auseinander. Sie halten an den Stolpersteinen, die für ehemalige jüdische Bürger*innen der Stadt verlegt wurden, einen eigens für den Tag geschaffenen Gedenkmoment ab und informieren über die Personen und ihr Leben, legen zum Zeichen des Erinnerns weiße Rosen nieder und halten abschließend einen Moment inne.
Die Abschlussveranstaltung, die wie gewohnt in der Aula des Ratsgymnasiums stattfand, wurde ebenfalls von Schüler*innen für Schüler*innen gestaltet. U.a. wurden ausgewählte Eindrücke von Gedenkstättenfahrten geschildert. So offenbarten Schüler der IGS Schaumburg ihre Gedanken während eines Besuches der Gedenkstätte in Auschwitz und machten die zwiespältigen Gefühle vor Ort ebenso deutlich, wie die Frage nach der passenden Form des Gedenkens. Der Bogen in die Gegenwart wurde dadurch gespannt, dass in lyrischer Form Assoziationen zu dem Leid anderer Bevölkerungsgruppen aufgegriffen wurden und an die Zuhörenden appelliert wurde, das, was Menschen gemeinsam hätten, in den Fokus des Lebens zu stellen. „Wir haben alle ein Herz, das macht uns alle zu Menschen“, erinnerte einer der Schüler. Doch auch andere Gedenkstätten wurden während der Veranstaltung einbezogen. Schüler*innen des Ratsgymnasiums zeigten Zeichnungen und Fotos der ehemaligen Lager Maidanek und Belzec und erläuterten das zu Sehende. Deutlich wurden dabei auch die Eindrücke, die diese Besuche bei ihnen hinterlassen hatten. So zum Beispiel, als das Foto von einer Wiese gezeigt wurde, dass nur durch die Erklärungen des Schülers als ein Ort der Vernichtung sichtbar wurde. Der Chor des WBG trug mit zwei Liedern, die die Wortbeiträge voneinander trennten, zu einer musikalischen Untermalung der Veranstaltung bei. Ebenso wie das Bläserensemble des Ratsgymnasiums, dass die Veranstaltung eröffnete und beendete und so den würdigen Rahmen der Schülerbeitrag unterstrich.
Hier dokumentieren wir den Text der szenischen Lesung als DOWNLOAD 2026-01-27 textbeitrag Die Reise ins Unbekannte_2.pdf
Mitwirkende an der Abschlussveranstaltung im Ratsgymnasium Stadthagen
Das Bläserensemble des Ratsgymnasiums unter Leitung von Andreas Meyer, der Mädchenchor des Wilhelm-Busch-Gymnasiums unter Leitung von Katharina Kühn, Schüler*innen der IGS Schaumburg und des Ratsgymnasiums berichten von ihren Eindrücken in den Gedenkstätten Auschwitz, Maidanek und Belzec.
Beteiligte Schulen
Schülerinnen und Schüler der folgenden Schulen:
- Berufsbildenden Schulen Stadthagen (BBS),
- der IGS Schaumburg,
- der Schule am Schlosspark Stadthagen,
- des Wilhem-Busch-Gymnaiums Stadthagen und
- des Ratsgymnasiums Stadthagen